Über die Zwille

Offen für alle, die offen sind

Die Zwille Räume in der 3. Etage des Z-Gebäudes sind ein studentisch selbstverwaltetes Projekt. Dieses entstand aus der Besetzung der Villa BEL während des Bildungsstreiks im Sommersemester 2009. Obwohl die Unileitung eine dauerhafte Nutzung der Villa BEL durch die BesetzerInnen ablehnte, erarbeiteten diese ein Konzept für alternative Bildung. Mit vielen UnterstützerInnen, die binnen kürzester Zeit mit de Villa-BEL-Projekt sympathisierten, konnten neue Räumlichkeiten zur Umsetzung des Konzepts erkämpft werden. Dies sind die jetzigen Zwille Räume im Z-Gebäude, die nach einer Renovierung im September 2009 für alle frei zur Verfügung stehen.

Das Konzept

Die Zwille ist ein Ort für Menschen, um sich zu vernetzen, zu lernen, zu reden, zu diskutieren, sich gegenseitig zu helfen und über den Unialltag hinaus zu denken!

Wichtig ist, dass der Ort diskriminierungsfrei und für alle zugänglich ist und somit ein Konzept der Offenheit geschaffen und geschützt wird. Hier sollen auch Menschen mit Migrationshintergrund, mit Behinderung und Queere aufeinandertreffen und sich wohl fühlen.

Die Räume sind nicht Besitz für einige, sondern Möglichkeit für viele. Das heißt es gibt keine Gruppe, die die Zwille exklusiv für sich beansprucht, sondern jede und jeder kann die Räume für sich aneignen, solange er/sie dabei die Befindlichkeiten der anderen NutzerInnen respektiert und niemanden durch Kommerz und Diskriminierung ausschließt. Die NutzerInnen koordinieren sich durch Wandzettel, AGs, Internet und halbmonatliche NutzerInnentreffen.

Viele Gruppen nutzen die Zwille regelmäßig für Treffen, Infoveranstaltungen, alternative Seminare, als Büro, Diskussionsrunden oder Partys und füllen so die Zwille mit Leben. Es gibt auch Vokü, also warmes Essen gegen Spende. Eigentlich ist immer etwas los.

Zur Verfügung steht ein Seminarraum/Arbeitsraum, ein PC-Raum, der auch als Büro von Gruppen genutzt werden kann, ein Ruheraum, ein großer Veranstaltungsraum und eine Küche.

Die im Konzept beschriebene Offenheit sollte aktiv von allen NutzerInnen hergestellt werden. Dies bedeutet, dass Privatisierung von Zwilleraum und Diskriminierung sofort thematisiert werden. Entscheidungen sollten transparent getroffen werden. Auch der Zustand der Räume und Verhandlungen mit der Unileitung über freien Zugang zu den Räumen, beeinflussen die tatsächliche Offenheit der Zwille. Wie die Zwille ihren Anspruch von Offenheit umsetzen kann, sollte immer wieder diskutiert werden.

Darum kommt vorbei, nehmt teil und nutzt den Platz für die Umsetzung eurer Ideen!